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Die neue KONGO Schule in KASIKA wächst

Erster Bericht von den Bauarbeiten in Kasika

Fabien Sachse beim Fundament betonieren Tanja Noppens (Mitte) beim maueren Gruppe Arbeiter in Kasika

Die Baustelle in Kasika ist gut vorangekommen. In den letzten Tagen des Julis haben wir das große Wasserfass und ein Dach für den Betonmischplatz vorbereitet. Das Schöne ist: Wir brauchen keine Wasserpumpe! Das Wasser kann von unseren Arbeitern aus einem einige hundert Meter entfernten Wassertümpel in Kanistern auf dem Kopf zur Baustelle gebracht werden. Das erspart den Grünhelmen viel Geld und wir können ca. 5 Arbeitsplätze für Wasserträger anbieten.
In der gleichen Zeit wurden die Fundamente für das erste (von drei) Schulgebäude(n) ausgehoben und die Schnurgerüste angebracht. Dann kam die erste Hürde für unser Miniteam, Fabien Sachse und Tanja Nopens. Wir wollten Kies und Sand für den Beton kaufen. Aber den gab es nirgendwo in dieser merkwürdig unterentwickelten Kongo Welt. So mussten wir den Kies und den Sand selbst aus dem Flussbett holen. Wir haben alles gefunden, schreibt Fabien, und mit dem LKW zur Baustelle gefahren. Die Fundamente für das erste Gebäude (die sog. Emons Schule, benannt nach der Spedition Emons in Köln-Porz, die uns für den Bau gespendet hat) sind bereits komplett fertig (Beton gegossen, Natursteinmauer draufgesetzt und Sperrschicht eingebaut).
Dann aber gab es den Engpass Nr. zwei. Wir brauchen Klinkersteine. Auch die haben wir gesucht und gefunden. Die Wände für das erste Gebäude stehen jetzt und sind Ende Juli abgeschlossen. Die Armierungskräne für den Ringanker des ersten Gebäudes liegen schon bereit, die Bretter für dessen Verschalung sind auch schon eingetroffen. Das alles, schreibt uns Fabien Sachse, sei nicht so einfach, wie das hier klingt, denn die meisten Wälder der Umgebung sind von der kongolesischen Armee gesperrt.
Das zweite Schulgebäude (die sog. „Brain Schule“, nach der Firma Tempobrain in der Schweiz benannt, die für dieses Gebäude eine großzügige Spende gegeben hat) ist schon im Fundament fertig. Die Betonfundamente wurden schon gegossen und die Natursteinmauer steht auch schon da.
Schwierigkeit Nr. drei: es gibt in dieser Ausbildungswüste nicht nur nicht genügend schulausgebildete Menschen, die lesen und schreiben können. Es gibt auch nicht genügend Handwerker. Wir Grünhelme haben nur drei Maurer, dazu wurden einige Helfer ausgebildet, aber das reicht noch nicht. Mit der Hilfe des Pfarrers von Kasika sind wir dabei, weitere Helfer zu rekrutieren und auszubilden.
Das Dritte Gebäude, das ebenfalls mit dem zweiten zusammen die „Brain Schule“ bilden wird, ist schon im Fundament klar umrissen.
Wir teilen uns mit dem Medizinerteam von Cap Anamur in Kamutega den LKW. Der kommt einmal die Woche vorbei, wenn er nach Bukavu (Hauptstadt der Provinz Süd-Kivu) fahren muss. Wenn die Grünhelme etwas Dringendes in der großen Stadt brauchen, dann bringt der LKW es uns mit. Tanja Nopens macht als „Gegenleistung“ als gelernte Architektin einige Planverbesserungen für das Krankenhaus in Kamutega.

Die politische Lage ist wahrlich nicht berauschend. Seit 1994 vagabundieren die restlichen Völkermörder Milizen in den unendlichen Regen- und Ur-Wäldern des Kongo, auf der Suche nach Beute. Nach dem Nord Kivu (um die Stadt Goma herum) und nun auch der Süd-Kivu infiltriert gewesen. Und beide zuständigen Armeen tun ihr Bestes, für die Menschen um die Sicherheit besorgt zu sein. Einmal gibt es die internationale MONUC Truppe, die bei der Bevölkerung nicht den besten Ruf hat, weil sie einfach nicht genug aktiv getan hat. Es gibt auch die Kongolesische Armee, die als bewaffnete Truppe auch anders agiert, als wir das uns von Europa und seinen vergleichsweise ordentlichen Verhältnissen vorstellen.
Am 8. August haben sich erneut die Präsidenten der bisher eher verfeindeten Staaten Ruanda und Kongo-Kinshasa, Paul Kagame und Jean Kabila, in Goma getroffen. Sie haben sich geschworen, das Kriegsbeil zwischen beiden Ländern endgültig zu begraben. Ruanda wird es keiner Person oder Organisation erlauben, die Demokratische Republik Kongo (DRK) zu destabilisieren. Die DRKongo wird im Gegenzug alles tun, um die Aktivitäten der Völkermördermiliz FDLB einzugrenzen oder zu einem Ende zu bringen.
Über den Vizegouverneur im Süd-Kivu, Jean-Claude Kibala wurde im Juli ein Porträt für das WDR-Dritte TV-Programm gedreht, das wohl in den nächsten Wochen gesendet werden wird.

Fabien Sachse






Neue Termine
- 17/12/2011 16:30Uhr - Afghanistan Konferenz: Übergabe in Verantwortung
- 05/12/2011 19:00Uhr - Vortrag: „Am Rande. Orte an der Peripherie erlebt, beobachtet, berichtet“
- 25/11/2011 19:00Uhr - Vortrag: „Bauingenieure und Architekten als Wiederaufbauhelder in Afrika und Asien“

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Nelson Mandela:

Wer Haß spürt,
kann nicht frei sein.

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Bombardierungen und Nothilfe - Pakistan gerät in eine schwierige Menschenrechtslage



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