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Grundsätze


Die GRÜNHELM-Methode der humanitären Arbeit
Januar 2006

Wir Grünhelme wollen eine neue Methode der Arbeit bewähren, an der sich jeder beteiligen kann, wenn er den richtigen Beruf hat und wenn er das will.

I. Wir gehen zu den Plätzen, an denen die Menschen noch auf eine hingereichte helfende Hand warten. Wenn ein Krieg zu Ende ist oder ein Erdbeben das Land verwüstet hat, lautet die Devise für die Grünhelme: Niemals in die Hauptstadt, immer an die Ränder der Region, wo die Menschen von den großen Strömen der Hilfsgüter und Helfer oft vergessen werden. .
Die Dörfer Pulau Kayu (Aceh), Totechi (Afghanistan), Buhti (Kaschmir) wurden alle so ausgewählt.


II. Die Grünhelme fahren nicht an den Plätzen ihrer Arbeit vorbei und werfen die Materialien ab, wie wir das jetzt wieder in Kaschmir und Sumatra Aceh erlebt haben. Grünhelme leben dort, wo sie mit der Dorfbevölkerung die Häuser, die Klinik oder die Schule aufbauen. Wir müssen bei dieser Arbeit erst mal unsere europäischen Ansprüche wegschmeißen.


III. Grünhelme bauen mit den Betroffenen die Häuser, Schulen, Kliniken in den Dörfern auf. Wir zahlen keine Gehälter. Wenn der Staat nicht in der Lage ist, die Gehälter für die Lehrer zu zahlen, sollte man besser keine Schule bauen. Die Spezialisten in den Dörfern, die wir manchmal für diese Arbeit auch außerhalb der Dörfer anheuern müssen, bekommen ein humanitäres Anreiz-Honorar (incentive).


IV. Grünhelme machen mit den Betroffenen die Häuser (Schulen, Ambulanzen u.a.) fertig mit dem richtigen, nicht dem provisorischen Dach, mit dem dauerhaften Fundament. Grünhelme wollen provisorische Lösungen vermeiden. Wir wollen vermeiden, dass Menschen erst mal über Jahre in immer perfekter organisierte Lager gebracht werden. Menschen nach traumatischen Katastrophen haben kein Lagerleben verdient, sondern das eigene aktive Handanlegen an ihre eigenen Häuser.


V. Grünhelme wollen keine Regierungsgelder nehmen. Nur, wenn sich das AA oder das BMZ darauf einstellen, die penible Kontrolle durch das deutsche Finanzamt für ausreichend zu halten, würden wir in Ausnahmefällen auch einen Zuschuß des eigenen Staates akzeptieren.


VI. Grünhelme wollen in den Ländern, in die sie gehen, willkommen sein: Schließlich sind wir Sendboten der deutschen Bevölkerung, wir komme nicht mit Weihrauch und Myrrhe, aber mit großen Geschenken unserer Bevölkerung. Grünhelme wollen sich nicht durchsetzen.


VII. Grünhelme wollen die Fachleute gewinnen, die Hausaufbau, Klinik-Arbeit, Berufsausbildung machen können. Wir wollen ausdrücklich gern in den Ländern unserer Arbeit mit jungen Muslimen und jungen Christen, und allen Menschen guten Willens. Jung bedeutet bei den GRÜNHELMEN: Wir suchen junge-alte und junge-junge Mitarbeiter.


VIII. Grünhelme verzichten auf festangestellte Mitarbeiter, angemietete Räume, Büros, Bürogebäude und eigene Fahrzeuge oder Wagenparks. Alle den Grünhelmen anvertrauten Spenden-Gelder gehen lückenlos in die Projekte zu denen, die diese Hilfe so dringend brauchen. Unsere Verwaltungskosten liegen aktuell bei etwas weniger als einem Prozent.





Neue Termine
- 20.06.2010 - SWR: Mit Rupert Neudeck im Kongo - Nie aufgeben
- 24.05.10 - "Zivilcourage - der Heldenmut unserer Tage"
- 27.04.10 - FH Nordhausen: Vortrag und Lesung aus „Die Kraft Afrikas“

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Nelson Mandela:

Wer Haß spürt,
kann nicht frei sein.

Projekte

Eröffnung der 20. GRUENHELME Schule in Drahttut in West-Afghanistan



Die 18. Schule in Malume / Afghanistan eröffnet






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