Wer sind wir?

Projekte

Bewerben

Spenden

Kuratorium

Newsarchiv

Newsletter

Kontakt

Spendenkonto

Grünhelme e.V.
Kto-Nr: 2000008
BLZ: 70070024
Deutsche Bank München

oder

Grünhelme e.V.
Kto-Nr: 1070000
BLZ: 43060967
GLS Gemeinschaftsbank eG

  


  


  


  





Immer radikal. Von der Cap Anamur bis zu den GRÜNHELMEN

"Immer radikal.
Von der Cap Anamur bis zu den GRÜNHELMEN
Orientierungsschneisen ins verminte Gelände"
vereinit Reportagen und Reflexionen zu verschiednen Schauplätzen humanitärer Arbeit und von Menschenrechtsverletzungen in vielen Ländern.
I. Teil: Vor dem Ende des Kalten Kriege: Uganda, Mosambik, Eritrea.
II. Teil: Nach 1989 Unter dem Titel Die Globalisierung beginnt - als Schlagwiort und als Realität.
In diesem Teil sind Aufsätze zusammengebunden und jeweils mit einem Nachwort versehen, die alle in der Zeitschrift ORIENBTIERUNG in Zürich erschienen:
Bosnien - Europas Brücke zur Islamischen Welt. Bei den Waldmenschen im Kosovo.
Angola - wie lange noch die Kriegsquälerei?
Landminen: Die Sisyphosarbeit der Moderne.
Genozid und internationale Gerichtsbarkeit (am Beispiel von Ruanda).
Ein Porträt des mutigen Oberbefehlshabers der UN-Blauhelme in Ruanda, Generalleutnant Romeo Dallaire.
Eine Reflexion über das Schicksal der Kurden an Hand der Rezension des Buches der Kurdin Devrim Kaya: "Meine einzige Schuld ist, als Kurdin geboren zu sein!"
Der Band schließt mit biographischen Essays zu den Vorbildern der humanitären Arbeit: zwei Aufsätze zu dem unvergessenen heinrich Böll. Ein Porträt des Bundestagspräsidenten (noch) Wolfgang Thierse, Freund und und Kuratoriumsmitglied der Grünhelme.
Eine Laudatio bei der Leipziger Buchmesse auf den Rupert Neudeck befreundeten Dzevad Karahasan, den bosnischen Schriftsteller.
Und eine Geburtstagsrede auf das Grünhelme Vorbild, die Ärztin Dr. Ruth Pfau, die seit 40 Jahren ununterbrochen in Pakistan arbeitet.
Dr. Heiner Geissler, der unruhige deutsche Politiker, einst Generalsekretär der CDU, mit dem Neudeck eine Reise zu den Schwarzafrikanern in den Nuba Bergen 1999 unternahm, hat dem Buch ein Vorwort beigegeben, aus dem wir hier zum Leseanreiz zitierten möchten:

Vor einiger Zeit stand im Wirtschaftsteil einer großen deutschen Zeitung ein Artikel über die Nächstenliebe. Die moderne Frage lautet, so hieß es, wer in dieser globalisierten Welt überhaupt der Nächste sei? Da dies niemand beantworten könne, sei der Begriff obsolet geworden.

Aber so modern ist diese Frage nun auch wieder nicht. Schon vor 2000 Jahren stellte ein Theologe dem Erfinder dieses Begriffs diese „FAZ“-Frage: „Sag mal Rabbi“, fragte der Pharisäer, „wer ist denn der Nächste?“, denn der Schriftgelehrte wollte ihn hereinlegen, weil bei den alten Juden nur der Volksgenosse als Nächster gegolten hatte. Immer, wenn ich dieser heutigen Zeitungsfrage begegne, fällt mir Rupert Neudeck ein. Denn Jesus hatte ja bekanntlich dem Pharisäer nicht direkt geantwortet, sondern eine Geschichte erzählt, die weltberühmte Geschichte aus dem Wadi el Kelt, von der Aduminsteige, der Blutsteige, die herabzieht von Jerusalem nach Jericho und bestens geeignet war für Mord und Totschlag und Raubüberfälle. Jesus schildert den Überfall auf einen Juden, der ausgeraubt und blutig geschlagen ohne Hilfe des Priesters und Leviten, die zufällig vorbei kamen, liegen bleibt. Und dann kommt, und das ist der Clou der Geschichte, weswegen Jesus die Story überhaupt erzählt, jetzt kommt der unangepaßte Überzeugungstäter, der Mann aus Samaria – unangepaßt deswegen, weil die Leute aus Samaria nur die 5 Bücher Moses gelten ließen, während die übrigen Propheten für sie Makulatur waren. Ausgerechnet dieser Abweichler versorgt den Verletzten medizinisch und bringt ihn ins nächste Hotel. Und jetzt erst stellt Jesus die superintelligente Gegenfrage: „Wer von denn Dreien war der Nächste für den Überfallenen?“, und der Schriftgelehrte musste notgedrungen den Samariter benennen.

Was ist das Fazit dieser zentralen Botschaft? Nicht der Überfallene, wie die allermeisten meinen, ist unser Nächster, sondern wir alle sind die Nächsten für diejenigen, die in Not sind, und dies kann sogar der Feind sein. Man muß nicht die ganze Welt lieben, noch nicht einmal alle Mitglieder der eigenen Fraktion, aber man hat die Pflicht, denen zu helfen, die in Not sind, und wie dies im Konkreten aussieht, schildert Rupert Neudeck in den Berichten aus dem Sudan, dem Kosovo, Afghanistan und dem südchinesischen Meer.

In dem fiktiven Brief an Heinrich Böll, den Mitbegründer von Cap Anamur lehnt Rupert Neudeck jede Selektion der Nächstenliebe ab: die Selektion von Freund und Feind; er würde auch dem Kriegsverbrecher helfen – wenn er in Not ist. Darin stimmt er mit Heinrich Böll überein. Er verwirft aber auch die Selektion der Mittel. Nach Vukovar, Gorazde, Bihac und Srebrenica, so schreibt er, haben „wir, d. h. ich und der tapfere Arzt Kai Schubert, in Sarajevo den alten guten Pazifismus aus den Knochen geschüttelt. Er war nur noch nackt und wie ein Gespenst. Auch das Gespenst verschwand und kam nie wieder.“ Die aktive Nothilfe als ultima ratio widerspricht nicht dem Evangelium. Wäre der Samariter eine halbe Stunde früher aufgetaucht und Tatzeuge des Raubüberfalls geworden, wäre er mit Sicherheit nicht weiter gegangen, sondern hätte dem Überfallenen geholfen, notfalls auch mit dem der Waffe in der Hand.



Rupert Neudeck:
Immer radikal.
Von CAP ANAMUR zu den GRÜNHELMEN
ORIENTIERUNGSschneisen ins vermuiten gelände. Lit verlag Münster 2005






Neue Termine
- 17/12/2011 16:30Uhr - Afghanistan Konferenz: Übergabe in Verantwortung
- 05/12/2011 19:00Uhr - Vortrag: „Am Rande. Orte an der Peripherie erlebt, beobachtet, berichtet“
- 25/11/2011 19:00Uhr - Vortrag: „Bauingenieure und Architekten als Wiederaufbauhelder in Afrika und Asien“

weitere Termine...


Weisheiten

Nelson Mandela:

Wer Haß spürt,
kann nicht frei sein.

Projekte

Bombardierungen und Nothilfe - Pakistan gerät in eine schwierige Menschenrechtslage



Eröffnung der 20. GRUENHELME Schule in Drahttut in West-Afghanistan






(c) 2003-2008 Grünhelme e.V.