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Wer geht nach Palästina auf den Berg, um dort eine Solaranlage aufzubauen?
„Das Zelt der Nationen“ - Begegnungsberg mitten im Konfliktgebiet zwischen Bethlehem und Hebron - Wieder eine Aufgabe der GRÜNHELME
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Manchmal kommt man ganz schlecht, manchmal gar nicht dorthin.
Der Weg, der zu Dahers Weinberg führt, ist durch einen riesigen Felsbrocken versperrt. Einige der Siedler wollten den Verkehr zu Dahers Weinberg sperren. Es liegt dem Weinberg eine Siedlung praktisch auf dem nächsten Hügel gegenüber. Dort gibt es Strom und Wasser satt, auf Dahers Weinberg müssen sie das Wasser mit einem Generator hochpumpen.
Daoud Nasser erzählt all das auf seine sehr ruhige Art. Dadurch, dass er sich nie provozieren lässt, ebenso wie seine Eltern, die auf dem Weinberg wohnen, hat er ganz offenbar den Respekt der jüdischen Siedler auf der anderen Seite und dem gegenübersitzenden Hügel erworben. Denn sie sind jetzt auch mal gekommen, weil sie mal sich selbst ein Bild machen wollten, was Daoud Nasser denn so treibt.
Der Berg ist wunderbar für den Zweck, Jugendliche aus der ganzen Welt mit Kindern und Jugendlichen aus Bethlehem, aus Beit Sahour, aus Beit Jala zusammenzubringen, die ja nicht aus diesem eingeschlossenen Palästina herauskommen. Dort auf dem Berg sind immer ausländische Jugendliche. Als ich da war, gab es eine britische und eine irische Delegation. Das Schöne auf dem Berg: Es ist alles ganz einfach, angepasst denen, die hier auf der Wanderschaft vorbeikommen, und es kostet auch 10 Euro am Tag. Man schläft in einem großen Zelt, das jetzt noch erweitert wurde. Der Berg hat einen richtigen fast antiken Theaterplatz, auf dem im Sommer beim Jugend-Camp auch immer ein Stück aufgeführt wird. 2006 war es ein großes Erlebnis, weil man Shakesspeares „Romeo und Julia“ einstudiert und gespielt hatte. Die Eltern von Daoud Nasser sorgen für die bis 50 Jungen Leute, die dort wohnen können, d.h. sie kochen auch für die jugendlichen Gäste.
Es gibt einen Fußballplatz, es gibt einen Meditationsplatz, es gibt eine Höhle in dem Berg, die nicht mehr bewohnt wird, weil in dieser Gegend die konventionelle Form des Wohnens in Höhlen weiterlebt. In Höhlen hat man lange Zeit gewohnt und tut das südlich von Hebron immer noch, weil es dort in der Flimmerhitze des Sommers zumal nicht so heiß ist.
Dem Berg von Daoud Nassar, der das hier mit seinen Eltern alles organisiert, fehlen zwei wichtige Dinge, die für das Funktionieren von großer Bedeutung sind. Er braucht Strom, Licht, und er braucht Wasser. Da man sich nicht an das Leitungsnetz der Siedler dranhängen darf, wäre hier die autarke Solarenergie, eine 10kw Solarenergie das ideale Mittel, um den Berg hell zu machen. Zumal es früh dunkel wird, und man mit der Energie natürlich auch entsprechend das Wasser warm machen kann und kochen kann.
Wir werden, so hat man uns in Gütersloh an der Anne Frank Schule vermittelt, die Solar-Module geschenkt bekommen. Jetzt brauchen wir nur noch für 5kw von den 10kw entsprechend die Batterien und Richt- und Spannungsregler.
Und wir brauchen einen, der dorthin fliegt, geht, der diese Einrichtung der Solaranlage betreut, der drei Monate auf dem Berg und in Palästina verbringt. Und der auch die jungen Leute einweist, die dann die Batterien entsprechend behandeln kann und die Anlage warten würde.
Wir suchen – alle mal herhören! – einen Solarteur oder zumindest einen Techniker, Handwerker, Bauhandwerker, Elektriker, der aber Kenntnisse und auch praktische Erfahrung haben muss, um so eine Anlage dort anzubringen. Neben der ungeheuer wichtigen Aufgabe gibt es einen zufällig schönen Vorteil für einen von den Grünhelmen: Daoud Nassar spricht deutsch, ein bisschen wienerisch deutsch, denn er hat in Wien studiert.
Rupert Neudeck
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Nelson Mandela:
Wer Haß spürt,
kann nicht frei sein.
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